Vereinschronik

Vereinschronik der Rheinischen Musikfreunde Kettig

Als das Datum der Gründung des Vereins „Rheinische Musikfreunde Kettig“ wird der 12. November 1957 angesehen. Allerdings liegt die Entstehung bereits rund 5 Jahre früher zurück und hat den nachfolgenden Hintergrund:

Im Sommer 1952 zerfiel auf dem Landeshauptfest der Freiwilligen Feuerwehren in Bad Kreuznach durch Versagen des Tamboursführers das bisher mit achtzehn Mann be-stehende Trommlercorps, welches bisher unter dem Namen der Freiwilligen Feuerwehr musizierte. Es verblieben noch sechs Idealisten – im einzelnen waren dies Hans Egon Schulz, Hermann Görges, Werner Elingsheuser, Hans Höfer, Herbert Görges und Alfons Hommer die zusammen hielten und schon in kurzer Zeit wieder einen neuen Spielmannszug unter der Leitung des Musikkameraden Hermann Hoffmann aufbauten. Schon bald gelang es trotz widriger Umstände neue Mitmusiker anzuwerben und bereits zum St.-Martinsumzug 1952 konnte sich das neue Tambourcorps der Öffentlichkeit präsentieren. Die Instrumentierung war mit sechs Tambours, sechs Hornisten, vierzehn Fanfaren, untermalt durch sechs Jagdhörner, Lyra und Schlagzeug beeindruckend.

Im Laufe der Jahre, mit Erfolgen auf vielen Wettstreiten, entwickelte sich der Spielmannszug allmählich zum Fanfarenzug. Dadurch war der Grundstein gelegt, eine Blasmusik ins Leben zu rufen. Sollten auch noch wenige bis keine Notenkenntnisse vorhanden sein, war man sich gewiss, durch entsprechendes intensives Üben auch diese Hürde zu meistern.

Somit erfolgte die Gründung des Musikvereins als Blasmusik am 12. November 1957. Da Freunde und Förderer dem jungen Verein dankenswerterweise mit zinslos gewährten Krediten die Anschaffung von 16 Musikinstrumenten ermöglichten, konnte unter der engagierten Leitung von Karl Erbar das „Abenteuer Blasmusik“ begonnen werden. Es wurde viel geprobt und knapp zwei Monate später, im Januar 1958, konnte sich die neue Kapelle mit ihrem ersten Auftritt anlässlich der Hochzeit des Musikkameraden Hermann Hoffmann mit dem Stück „Morgenandacht“ von Silwedel sowie dem Marsch „Sehnsucht nach dem Rhein“ der Kettiger Bevölkerung vorstellen. Aufgrund dieser gelungenen ersten Vorstellung kamen schnell weitere Musiker hinzu und die Kapelle wuchs und wurde immer besser und vollständiger. Der erste Auftrag kam im Mai 1958 von der Freiwilligen Feuerwehr Kettig, der die Kapelle angehörte. Die Feuerwehr feierte ihr 50jähriges Stiftungsfest und im Rahmen des Festkommers traten die Musiker vor großem Publikum auf. Rasch wuchs der Bekanntheitsgrad der Kapelle über die Grenzen der Gemeinde Kettig hinaus und immer öfter wurde die Kapelle engagiert, um bei Kirmes- und Sankt-Martins-Zügen zu spielen oder Festveranstaltungen musikalisch zu gestalten. Bemerkenswert erscheint die Tatsache, dass auf der ersten Jahreshauptversammlung der jungen Kapelle festgestellt wurde, dass alle den Musikern gegebenen Darlehen restlos zurück gezahlt worden waren und in der Kasse noch ein Bestand von 16,50 DM war.

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(„Freundschaftstreffen in Weinähr 1960“)

War man bisher unter dem Namen der Freiwilligen Feuerwehr Kettig aufgetreten, konstituierte sich die Kapelle auf Beschluss der Spielleute bei der Jahreshauptversammlung am 16. November 1963 zu einem eigenen Verein und nannte sich „Rheinische Musik-freunde Kettig“. Dazu wurden natürlich neue Uniformen benötigt, die lange Zeit halten sollte. Es wurden entsprechende Uniformen gekauft, und alle 1964 an den Vorsitzenden angetragenen Auftritte wurden angenommen und ausgeführt, so dass am Ende des Jahres 1964 festgestellt werden konnte, dass alle Kosten für die Ausstaffierung der Kapelle sowie vier neu hinzugekommener Musiker bezahlt waren.

Der junge Verein erhielt schon 1965 die Ehre, das erste Kreismusikfest des neu gegrün-deten „Volksmusikerbundes Koblenz Stadt und Land“ durchführen zu dürfen. Dies ge-schah unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Verbindung mit dem ersten Stif-tungsfest der Rheinischen Musikfreunde. Unter der Schirmherrschaft des damaligen Landrates Karl Rittel wurde dieses Fest am 15. Mai 1965 mit einem Festkommers unter der Beteiligung der Kettiger Vereine sowie eines Gastvereines aus Ballweiler/Saar er-öffnet. Insgesamt siebzehn Vereine nahmen an diesem Kreismusikfest in Kettig teil. Neben dem Umzug durch das Dorf und sich anschließendem Freundschaftsspielen war der Höhepunkt dieser Veranstaltung sicher der zum Abschluss des Festes aufgeführte „Große Zapfenstreich“ unter Mitwirkung der Musikkapelle Niederwerth und der Freiwilligen Feuerwehr Kettig.

(Foto 2: Text: „Die Kapelle in den 60er Jahren“)

Zwei Jahre später erlitt der Verein den ersten großen Schlag. Der Vorsitzende und Mit-begründer Josef Görges verstarb plötzlich am 16. September 1967. Ihm hatte der Verein in diesen Anfangsjahren sehr viel zu verdanken. Der Musikkamerad Hans Höfer über-nahm dann den Vorsitz bis 1970. Sein Nachfolger wurde Hans Raffauf, nachdem Hans Höfer den Vorsitz aus geschäftlichen Gründen niederlegen musste. In dieser Zeit wurde auch die erste Vereinssatzung eingeführt.

Ein besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte kam im Oktober 1971 auf die Musiker zu. Zusammen mit drei weiteren Vereinen flog die Kapelle nach Calgary in Kanada, wo sie zehn Tage lang ihr Können unter Beweis stellen konnte. Jeder, der diese Reise mitmachen durfte, denkt heute noch gern an diese Tage zurück. Auch in den folgenden Jahren unternahmen die Musiker regelmäßig mehrtägige Ausflugsfahrten nach Deutschland oder ins benachbarte Ausland, einerseits, um die Kameradschaft weiter zu stärken, aber auch um die Partner der Musiker für die vielen Auftritte zu entschädigen.

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(„In Koblenz auf dem Ehrenbreitstein“)

Aus geschäftlichen Gründen legte 1974 Helmut Raffauf den Vorsitz nieder. Für ihn über-nahm Hermann Görges das Amt. Zur gleichen Zeit erkrankte der Dirigent Karl Erbar sehr schwer, so dass für ihn ein Nachfolger gesucht werden musste.Dieser fand sich im Musikkameraden Armin Löhr, der schon längere Zeit mitspielte und an der Musikschule Trossingen sein Diplom als Kapellmeister erworben hatte. Er stand nun der Kapelle als Dirigent vor. Unter seiner Stabführung reistendie Rheinischen Musikfreunde 1977 nach Vouziers, einem Ort in Frankreich, mit dem die Gemeinde Kettig eine Partnerschaft gegründet hatte, um sich musikalisch vorzustellen. Auch hier konnte die Kapelle ihr Können beweisen.

In der Session 1976/77 stellte der Verein mit Hermann Moskopp den Kettiger Prinzen. Es war eine Ehre für die Aktiven, den Karnevalsumzug als „Hofkapelle seiner Majestät“ zu begleiten, wenngleich es wohl nach Aussage der damals mitwirkenden Musiker ein langer und harter Zugweg gewesen sein muss.

Aus beruflichen Gründen wurde Armin Löhr versetzt und konnte dem Verein nicht länger als Dirigent zur Verfügung stehen. Sein Nachfolger Adolf Fendel konnte die Kapelle nur zwei Jahre lang führen. Im Jahr 1979 übernahm dann der ehemalige Dirigent Karl Erbar, der gesundheitlich wieder voll genesen war, erneut den Taktstock. Besonders vorbildlich zeichnete er sich in der Jugendarbeit des Vereins aus und sein Ziel war stets die Förderung des Nachwuchses der Kapelle.

Nach siebenjähriger Tätigkeit kandidierte Hermann Görges 1981 nicht mehr für den Vereinsvorsitz und Lothar Moskopp wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt. Auf ihn kam gleich mit der Organisation der Festlichkeiten zum 25jährigen Bestehen der Rheinischen Musikfreunde eine große Aufgabe zu. Drei Tage lang, vom 14. bis 16. Mai 1982, wurde dieses Jubiläum in der Sporthalle der Anne-Frank-Schule entsprechend begangen.

Beim Festkommers am Freitagabend wirkten neben den Jubilaren, der Kettiger Kirchen-chor und Männergesangverein mit. Als Gast war der Musikverein Herrlingen aus der Nähe von Ulm eingeladen. Mit diesem Verein hatte sich über die Jahre hinweg eine Freundschaft entwickelt, die sich in regelmäßigen, gegenseitigen Besuchen dokumentierte. Samstagnachmittags musizierten die Jugendfeuerwehrkapelle Lay sowie die Musikvereine aus Polch, Niederwerth und Stromberg, während auf dem Platz vor der Festhalle Vorführungen des Jugendrotkreuz sowie eine Geräteschau der Feuerwehr und ein Tandem-Rennen stattfanden. Abends trat das Heeresmusikcorps in der leider nur mäßig besuchten Halle auf. Für die anwesenden Zuhörer aber war es ein unvergessliches Ereignis, als diese Profimusiker zeigten, wie breit der Querschnitt durch die Blasmusik sein kann. Sonntags gestaltete der Musikverein Herrlingen den Gottesdienst mit. Am Nachmittag wurde der obligatorische Festumzug durch die Gemeinde mit allen eingeladenen Musikvereinen gefeiert. Das Fest wurde mit einem Freundschaftsspielen unter Teilnah-me von dreizehn Kapellen aus der näheren und weiteren Umgebung beendet.

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(„Die Kapelle im Jahr 1982“)

Eine weitere Personaländerung sollte sich bereits im Herbst 1982 ergeben, als der Kapellmeister Karl Erbar beschloss, aus Altersgründen die musikalische Leitung des Orchesters in jüngere Hände abzugeben. Als neuer musikalischer Leiter wurde Jean Marc Adams vorgestellt, der in Frankreich geboren wurde, seinen Militärdienst in Deutschland absolvierte und sich der Liebe wegen im Rheinland niederließ. „Der Franzose im Rheinland“, so sein Spitzname, übernahm die Probenarbeit und leistet bis 2010 als Dirigent sehr gute und erfolgreiche Arbeit.

Vom 2. bis zum 8. Januar 1983 fuhr die Kapelle mit zwei Bussen in die damalige CSSR, um beim „Prager Winter“ zu konzertieren und im Anschluss daran beim 3. Internationalen Blas- und Volksmusiktreffen in Brünn teilzunehmen. Vor einer hochkarätig besetzten Jury musste neben dem vorgegebenen Pflichtstück „Tokajer“ des Komponisten Hans Kolditz eine Polka und ein selbst gewähltes Musikstück gespielt werden. In der Kategorie III (Mittelstufe) erreichten die Musiker leider nur den siebten Platz von zwölf Vereinen und mit diesem Ergebnis war man nicht mehr für den am nächsten Tag stattfindenden Finalwettbewerb zugelassen. Da aber am Vorabend des Finales neben dem Besuch eines Weinkellers auch die Abendveranstaltung „Mährischer Karneval“ auf dem Programm stand, ist es nicht verwunderlich, dass die Kettiger Musiker und ihr mitgereister Anhang das frühe Ausscheiden aus dem Wettbewerb schnell verkrafteten und sich um so intensiver dem abendlichen Vergnügen widmeten. Gab es auch keinen Preis aus der CSSR mitzubringen, so fuhr man mit dem Bewusstsein wieder heim, bei diesem Wettbewerb als einziger Verein mit zwei Dirigenten – dem scheidenden Karl Erbar sowie dem neuen Jean Marc Adams – teilgenommen zu haben. Diese mehrtägige Fahrt, mit Besichtigungen angereichert, ist bei den Teilnehmern bis heute sehr gut im Gedächtnis geblieben.

(Foto 5: Text: „Auftritt beim Wettbewerb in Brünn“)

Im Laufe der Jahre war im Kreis der Musiker der Wunsch herangereift, ihr musikalisches Können der Kettiger Bevölkerung im Rahmen eines Konzertes zu präsentieren. Nach Monaten intensiver Probenarbeit gestalteten die Musiker am Sonntag, dem 24. April 1983, im Saal Rünz ihr erstes rund zweistündiges Frühjahrskonzert mit einer Mischung aus Märschen, ernster und leichter Muse und Solodarbietungen. Anstelle eines Eintrittes wurde um eine Spende für die „Björn-Steiger-Stiftung“ gebeten. Da dieses Konzert bei den zahlreichen Zuhörern wohlwollend aufgenommen wurde, gab es den Mut, alljährlich am Palmsonntag ein Frühjahrskonzert zu veranstalten. Dieses Frühjahrskonzert ist heu-te zu einem festen Termin im Kettiger Veranstaltungskalender geworden und erfreut sich großer Beliebtheit. Freunde der Blasmusik, auch aus der weiteren Umgebung, finden sich unter den zahlreichen Zuhörern.

Ebenfalls wurde im Jahre 1983 der Kirchgang mit anschließendem Familienabend für die Musiker und deren Familienangehörige eingeführt. Die Vorabendmesse vor dem 1. Advent wird durch die Kapelle musikalisch mitgestaltet, anschließend wird der Abend gemeinsam im geschmückten Vereinslokal verbracht.

Im Rückblick gesehen war dieses Jahr 1983 für den Verein ein besonderes Jahr, denn viele Neuerungen, die mittlerweile zur Tradition geworden sind und das kulturelle Dorfleben sowie das Vereinsleben bereichern, wurden erstmals in diesem Jahr durchgeführt.

In diesem Zusammenhang darf nicht unerwähnt bleiben, dass gerade in den Achtziger und Neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts viele mehrtägige Vereinsfahrten innerhalb Deutschlands und auch in das angrenzende Ausland unternommen wurden. So fuhren neben den bereits erwähnten Fahrten die Musikfreunde und ihre Partner so-wie die Freunde des Vereins auch z.B. in den Bayrischen Wald, an den Starnberger See oder an die Nordsee oder auch nach Herrlingen, wo mehrfach schöne Tage beim dortigen Musikverein verbracht wurden. Unvergesslich bleibt auch die Mehrtagesfahrt im Juni 1990 nach Terenten in Südtirol, wo die Kapelle ein grandioses Konzert zusammen mit dem heimischen Musikverein gab.

Der große Zusammenhalt der Musiker untereinander zeigt sich auch an der Teilnahme an Dorfturnieren, z.B. der Schützen, wo oft mehrere Mannschaften der Rheinischen Musikfreunde untereinander um das beste Abschneiden wetteifern. Die Mitwirkung an den Kettiger Fastnachtszügen mit einem eigenen Wagen ist seit Jahrzehnten selbstver-ständlich und am Schwerdonnerstag wird im Kreise der Vereinsmitglieder und deren Angehörigen eine interne Sitzung veranstaltet. Um die beschriebene Gemeinschaft wei-ter zu stärken, wird seit 1986 jährlich ein Wandertag für die Musiker und deren Familien durchgeführt, der sich über die Jahre hinweg großer Beliebtheit erfreut.

In der Vergangenheit hatten die Rheinischen Musikfreunde nur aktive Mitglieder in ihren Reihen. Immer häufiger und lauter wurden jedoch die Anfragen von Freunden und Gönnern des Vereins nach einer Möglichkeit, auch ohne Mitwirkung als Musiker dem Verein nahe sein zu können. Ebenso stellte sich die Frage innerhalb des Vereins, wie die jetzt noch aktiven Musiker nach ihrem Ausscheiden aus dem Klangkörper weiterhin der Ka-pelle verbunden bleiben könnten. Nach langen und teilweise kontrovers geführten Dis-kussionen beschloss die Hauptversammlung 1986, auch inaktive Mitglieder aufzunehmen. Bruno Guski wurde als erster Vertreter der Inaktiven in den Vorstand gewählt. Aus heutiger Sicht erweist sich die Entscheidung als richtig, fanden doch binnen kurzer Zeit viele Interessenten den Weg zu den Rheinischen Musikfreunden. Mittlerweile sind rund 200 Mitglieder inaktiv eingeschrieben und unterstützen selbstlos und tatkräftig den Ver-ein bei vielen Gelegenheiten.

Das 30jährige Vereinsjubiläum wurde am 19./20. September 1987 gefeiert. Samstagabend wurde im Rahmen des Festkommers, bei dem aus Kettig der Männergesangverein und der Kirchenchor und der Musikverein Stromberg teilnahmen, ein Konzert für die Bevölkerung gegeben. Am Sonntag traten mit den Musikvereinen aus Kaifenheim, Polch, Urmitz und Urmitz-Bahnhof vier befreundete Vereine zum Frühschoppenkonzert an, das bis in den späten Nachmittag hinein reichte. Es war ein schönes Wochenende, wenn auch die Resonanz der Bevölkerung auf diese Veranstaltung nicht so groß war, wie die Musikfreunde sich das eigentlich erhofft hatten.

 

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(„das 30jährige Jubiläum 1987“)

Bisher wurde immer in einem Raum des Vereinslokals „Deutscher Kaiser“ unter teilweise schwierigsten äußeren Bedingungen geprobt. Schließlich kaufte nach längeren Verhandlungen die Gemeinde Kettig das doch arg in die Jahre gekommene Gebäude, um daraus nach umfangreicher Renovierung ein Haus für die zahlreichen Kettiger Vereine zu schaffen. Das Material zur Renovierung wurde von der Gemeinde gestellt, die Arbeiten von den Mitgliedern der jeweiligen Vereine, die in dem ehemaligen Gasthaus eine Bleibe finden würden, in Eigenleistung durchgeführt. So begannen im August 1988 die Umbau- und Renovierungsmaßnahmen für den Proberaum der Musiker. Unter der Leitung des Musikkameraden Hermann Moskopp wurde unter anderem eine Wand abgetragen, die Decke neu getäfelt, die Wände isoliert und neu verkleidet und neue Elektrizitätsleitungen gelegt. Nach über 1.000 Arbeitsstunden war es soweit: die Einweihung des „neuen“ alten Proberaums konnte am 21. Oktober 1988 gefeiert werden. Seitdem hat die Kapelle einen schmucken Proberaum, für den sie selbst verantwortlich ist und der von den Mitgliedern gepflegt und in Schuss gehalten wird.

Ein weiteres wichtiges Datum für die Rheinischen Musikfreunde ist der 1. Januar 1989, denn seit diesem Tag ist der Verein als gemeinnützig anerkannt. Als der Sozialismus im Osten Europas im Herbst 1989 zusammenbrach und als Folge daraus am 03. Oktober 1990 die Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland mit der DDR erfolgte, wurde wie in ganz Deutschland auch in Kettig dieses Ereignis feierlich gewürdigt. Unter dem großen Zuspruch der örtlichen Bevölkerung spielte die Kapelle gemeinsam mit dem Spielmannszug Kaltenengers den „Großen Zapfenstreich“.

Die aktiven Musiker hatten sich seit Gründung des Vereins nur aus Männern rekrutiert und nach Meinung eines großen Teils der Musiker sollten weibliche Aktive auch nicht in die Kapelle aufgenommen werden. Verschiedene Anträge, den Klangkörper mit Musikerinnen aufzustocken, wurden somit immer wieder abgelehnt. Über die Jahre hinweg änderte sich allerdings die Meinung in diesem sensiblen Punkt. Im Rahmen der Jahres-hauptversammlung am 11. Januar 1991 wurde nach einer kurzen Diskussion ein für die weitere Zukunft des Vereins wichtiger Beschluss gefasst: eine überwältigende Mehrheit votierte für den Eintritt von weiblichen Musikern in die Kapelle. Dass dies ebenso wie einige Jahre früher mit der Aufnahme von inaktiven Mitgliedern – keine schlechte Entscheidung war, zeigt die Tatsache, dass die weiblichen Aktiven eine nicht mehr wegzudenkende Größe im Verein sind. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass in diesem Bericht der Einfachheit halber weiter von „Musikern“ gesprochen wird, jedoch selbstverständlich auch die Musikerinnen gemeint sind.

Nachdem Lothar Moskopp 12 Jahre lang den Vorsitz inne hatte und in dieser Zeit das Vereinsleben maßgeblich und erfolgreich geprägt hatte, wollte er die Führung des Vereins in jüngere Hände überleiten und so wechselte bei der Jahreshauptversammlung 1993 das Amt des Vorsitzenden in die Hände des erst 25jährigen Dietmar Zimmermann.

Vom 18. bis 27. März 1994 unternahmen die Musikfreunde eine zehntägige Reise nach Lloret de Mar an der Costa Brava. Neben Ausflügen nach Barcelona, einer Wanderung über die Klippen und einer Rundfahrt entlang der Costa Brava kamen auch die musikalischen Darbietungen nicht zu kurz. Auftritte im Hotel sowie in der Stadtmitte von Lloret trafen auf ein interessiertes Publikum.

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(„Loret de Mar 1994: Standkonzert vor dem Hotel“)

Mit Hilde Körn wurde 1995 erstmals eine Frau zur Beisitzerin der Inaktiven in den Vor-stand der Rheinischen Musikfreunde gewählt, nachdem Bruno Guski sich aus beruf-lichen Gründen nicht mehr zur Wiederwahl gestellt hatte. Die bislang immer intern im Musikerkreis begangene Abschlussprobe vor der Sommerpause wurde im selben Jahr auf dem Parkplatz vor dem Vereinshaus in Form einer „öffentlichen Probe“ als Sommer-fest gemeinsam mit den Freunden und Förderern des Vereins durchgeführt. Die sehr gute Resonanz auf diese Veranstaltung hat dazu geführt, diese interne Abschlussprobe jedes Jahr in Form eines Sommerfestes abzuhalten. So können in zwangloser Form bei fast immer schönem Wetter alle interessierten Zuhörer an diesem Abend bei dem einen oder anderen Getränk der Musik lauschen, Gespräche führen und es sich einfach gut gehen lassen. Wie vieles andere ist auch dieser Abend mittlerweile zur Tradition gewor-den und wird dankbar von den Inaktiven, Freunden und Gönnern des Vereins besucht.

Leider musste der Verein im Dezember 1996, kurz vor Weihnachten, seinem Ehrenmitglied Anton Maas die letzte Ehre erweisen. Ein langjähriger Musiker und feiner Kamerad war für immer von uns gegangen.

Im Jahre 1997 stand erneut ein Jubiläum an: Der 40. Geburtstag der Kapelle wurde gefeiert. Da der „klassische Festkommers“ in den letzten Jahren immer weniger von der Bevölkerung als zeitgemäß angesehen und entsprechend auch immer weniger angenommen wurde, machte sich der Vorstand Gedanken über Alternativen, um die Ge-burtstagsfeier für den Verein für breite Besucherschichten wieder attraktiv zu machen. Und so fand am Wochenende des 18./19. Oktober 1997 das „1. Oktoberfest in Kettig“ statt. Am Samstag abend fand unter der Mitwirkung des Männergesangsvereins, des Kirchenchores, der Gesangsgruppe „Crowncorx“ sowie des extra angereisten Musikver-eins aus Herrlingen ein kurzer offizieller Festabend statt, bis gegen 21.30 Uhr das Okto-berfest mit dem obligatorischen Fassbieranstich eröffnet wurde. Die vereinseigene und nur für diesen Abend gegründete Big-Band, der „Original Kettiger Alpensound“, verwan-delte die Sporthalle der Anne-Frank-Schule bis in den frühen Morgen in eine einzige Party. Die Veranstaltung „Oktoberfest in Kettig“ kam bei der Bevölkerung so gut an, dass sie seitdem im Abstand von zwei bis drei Jahren wiederholt wird. An den von den Musikern mitgestalteten Gottesdienst am Sonntagmorgen schloss sich ein Freund-schaftsspielen von zehn befreundeten Musikvereinen an. Am Ende dieses Festes, das Sonntags allerdings etwas mehr Zuspruch verdient hätte, waren alle Beteiligten zufrie-den. Insbesondere durch die vorbehaltlose tätige Unterstützung unserer Inaktiven war es möglich, ein solches Fest einwandfrei und ohne Probleme über die Bühne zu bringen.

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(Foto 8: Text: „Die Kapelle beim 40jährigen Jubiläum 1997“)

Das Jahr 1998 brachte für die Aktiven einige Neuerungen mit sich. Da die bisherigen Uniformen mit der Zeit nicht mehr schön waren und aufgrund der Tatsache, dass viele neue junge Musiker in den Verein eingetreten waren und auch für die Älteren neue Uniformen notwendig wurden, wurde auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, den Gewinn aus dem Fest zum vorjährigen Jubiläum in die Anschaffung jetzt blauer – und nicht wie bisher grüner – Uniformen anzulegen. Da zusätzlich die Gemeinde Kettig und auch verschiedene Gönner des Vereins einen Zuschuss zu den Anschaffungskosten beisteuerten, wurden alle an den Verein angetragenen Aufträge angenommen und innerhalb eines Jahres war die große Investition bezahlt.

Aufgrund der wachsenden Zuhörerzahlen bei den Frühjahrskonzerten sahen sich die Musikfreunde vor das Problem gestellt, dass der Saal Rünz die vielen Zuhörer nicht mehr aufnehmen konnte. So wurde versuchsweise auf die Sporthalle der Anne-Frank-Schule ausgewichen, da man anlässlich der Jubiläumsfeiern 1997 mit dieser Örtlichkeit gute Erfahrungen gemacht hatte. Der Termin des Konzertes wurde gleichzeitig vom Sonntag nachmittag auf den Samstag abend gelegt. Dieser Ort und Termin hat sich als günstig erwiesen, so dass er bis heute beibehalten wird.

Die wöchentliche Orchesterprobe lag immer auf dem Freitag abend. Dies hatte mehrere Gründe, unter anderem lag das Wochenende vor einem, so dass man nach der oft an-strengenden Probe gerne noch ein bisschen länger blieb, um sich noch bei einem oder zwei Bier zu unterhalten. Auch war der Termin am Freitag günstig für die Musiker, die die Woche über nicht in Kettig waren und erst am Wochenende nach Hause kamen. Aufgrund der sich ändernden Freizeitgewohnheiten fehlten jedoch aus den unterschied-lichsten Gründen immer wieder Musiker auf der Probe, so dass nach einer längeren Aussprache der Probentermin vom Freitag auf den Dienstag gelegt wurde, unter der Maßgabe, dass der Probenbesuch nunmehr wieder stärker sei. Nicht alle waren mit der Verschiebung des Termins einverstanden, aber alle Versuche, die Probe wieder auf Freitag zu verlegen, sind bis heute immer abgelehnt worden.

(Foto 9: Text: „Karl Erbar dirigiert „seine“ Musikfreunde“)

Am 30. Juli 1999 verstarb unser langjähriger musikalischer Leiter und Ehrendirigent Karl Erbar. Nachdem er im Herbst 1982 den Taktstock an Jean Marc Adams abgegeben hatte, nahm er zusammen mit seiner Frau weiterhin noch rege am Vereinsleben teil. Die beiden besuchten regelmäßig die Veranstaltungen des Vereins und nahmen an den Ausflugsfahrten teil und so war es auch für die Musikfreunde eine Ehrensache, zum Beispiel zum Geburtstag oder anlässlich der Goldenen Hochzeit der Eheleute Erbar mit ei-nem Ständchen zu gratulieren, während es sich Karl Erbar nicht nehmen ließ, seine Rheinischen Musikfreunde immer mal wieder zu dirigieren. Der Kontakt brach auch nicht ab, als Familie Erbar im Sommer 1995 aus persönlichen Gründen von Kärlich nach Erft-stadt umzog. Der gesamte Verein und viele ehemalige Musikern erwiesen diesem Aus-nahmemusiker die letzte Ehre, wohl wissend, dass der Verein dieser Persönlichkeit musikalisch sehr viel zu verdanken hat.

Im Jahre 2001 bahnte sich der bislang letzte Wechsel des Amtes des Vorsitzenden an. Dirk Geisen folgte Dietmar Zimmermann als Vereinsvorsitzender, nachdem Dietmar Zimmermann aus beruflichen und persönlichen Gründen nach acht Jahren das Amt niederlegte. Auch auf der Seite der Inaktiven gab es einen Wechsel: Da Hilde Körn nicht mehr kandidierte, wurde Karin Müller zur Inaktivenbeisitzerin gewählt.

Erwähnenswert ist die neue Satzung, die sich der Verein im Jahr 2001 gab. Dies war notwendig geworden, da sich der Verein beim Vereinsregister anmelden wollte. Die neue Satzung, die die Satzung aus dem Jahre 1989 ersetzte, wurde vom Schriftführer Reinhard Jung ausgearbeitet und einstimmig von der Hauptversammlung angenommen. Das Anmeldungsprozedere beim Amtsgericht war nur noch eine Formsache und so darf sich der Verein seit dem 26.04.2001 mit dem Zusatz „e.V.“ schmücken.

Im Jahr 2002 stand der 45. Geburtstag der Rheinischen Musikfreunde an, der am Wochenende des 28./29. September 2002 wieder mit einem „Oktoberfest in Kettig“ begangen wurde. Dieser Abend kam wieder einmal bei den Besuchern sehr gut an und ermöglichte es der Big-Band des Vereins, sich von der besten Seite zu zeigen. Der Sonntagmorgen stand im Zeichen der Kettiger Vereine, die an der kurzen Geburtstagsfeier teilnahmen, bevor im Tagesverlauf mehrere befreundete Vereine ihre musikalischen Glückwünsche darboten. Auch dieses Wochenende wurde wieder rege durch die Bevölkerung besucht.

Ebenfalls befürworteten die Aktiven die Entscheidung des Vorstands, die mittlerweile in die Jahre gekommenen grünen Westen durch neue rote Westen auszutauschen. Aufgrund der zahlreichen Auftritte, die in diesem Jahr absolviert wurden, riss diese Investition keine allzu großen Löcher in die Vereinskasse.

Was sich im Laufe des Herbstes bereits als Gerücht durch Kettig seinen Weg bahnte, wurde bei der Prinzenproklamation bestätigt: Der Prinz der Session 2003/2004 hieß Prinz Dietmar I. , im Zivilleben ein Musikkamerad – und ehemaliger Vorsitzender – der Rheinischen Musikfreunde. Zwei weitere Musiker, Dominik Moskopp und Patrick Jungblut, waren Mitglieder des Hofstaates. Dass es sich der Verein nicht nehmen ließ, diese verdienten Musiker mit einem selbst erarbeiteten Sketch „Die erste Probe nach Karneval“ in den Prunksitzungen 2003 der Karnevalsgesellschaft besonders zu würdigen, lag auf der Hand. Mit diesem – nicht ganz ernst gemeinten – Blick in die Probenarbeit der Kapelle hatten die Musiker bei den Zuschauern einen Volltreffer gelandet. Auch der Veilchendienstagsumzug wurde durch die Hofkapelle seiner Majestät in gewohnter Weise gut absolviert.

Am 07. Februar 2003 mussten sich die Musiker von ihrem langjährigen aktiven Musikkameraden Karl Nicolai verabschieden. Nach kurzer, schwerer Krankheit verstarb dieser feine Kamerad und Freund viel zu früh. Er hatte zusammen mit seiner Frau Inge viel für den Verein getan und war jederzeit ansprechbar, wenn es etwas zu erledigen, zu bauen oder zu reparieren galt. Viele seiner Ideen wurden in der Vereinsarbeit umgesetzt und sein Tod war ein sehr herber Verlust für den Verein.

Da sich vor allem in den Jahren 1998 bis 2003 die Auftrittstätigkeit mit rund 55 bis 60 Auftritten pro Jahr sehr stark gestaltete, versuchte der Vorstand, die Familien und Partner der Musiker stärker in den Verein einzubinden. Denn berücksichtigt man noch eine wöchentliche Probe – in Sonderfällen auch zwei Proben (z. B. Big-Band-Proben oder Sonderproben vor Konzerten) – so ist der Musikkamerad statistisch gesehen zwei Tage die Woche im Namen des Vereins unterwegs. Auch wenn sich die Auftrittshäufigkeit in den letzten zwei bis drei Jahren etwas reduziert hat, so bleibt es das Bestreben des Vor-standes, die Aktiven nicht von der Familie zu entfremden, sondern die Familien der Akti-ven in das Vereinsleben einzubinden.

Der bislang letzte Vereinsausflug 2004 führte daher in den Hunsrück, zum Ferienpark Hambachtal. Es wurde diesmal bewusst eine nahe gelegene Anlage mit vielen verschie-denen Freizeitmöglichkeiten ausgewählt, damit möglichst viele Musikerfamilien mit den Kindern mitfahren konnten. Neben dem geselligen Beieinander sorgten eine Tagesfahrt nach Trier sowie eine „Spaßolympiade“, an die sich einige Mitwirkende und Zuschauer heute noch gern erinnern, für viel Kurzweil.

Da sich in 2007 neben dem Jubiläum „50 Jahre Rheinische Musikfreunde Kettig“ auch die Veranstaltung „Frühjahrskonzert in Kettig“ zum 25. Male jährt, planten die Musiker sich bei den treuen Zuhörern mit einem besonderen Gala-Konzert zu bedanken. So wurde nichts dem Zufall überlassen und zum ersten Mal in der Geschichte des Musikvereins begab man sich in Klausur zu einem Probenwochenende in die Jugendherberge Oberwesel, wo der Klangkörper 3 Tage lang in Satz- und Orchesterproben an dem anspruchsvollen Musikprogramm arbeitete. Das Galakonzert, verbunden mit einer kleinen Feierstunde anlässlich des Geburtstags der Kapelle, wurde am 31. März 2007 in der restlos ausverkauften Sporthalle der Anne-Frank-Schule aufgeführt und den Äußerungen der Anwesenden zufolge haben sich die großen Mühen gelohnt.

 

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(„Pause beim Probenwochende 2007“)

Im Verlauf des Jahres 2007 waren noch weitere Veranstaltungen geplant, zum einen das traditionelle Sommerfest vor dem Vereinsheim und im Oktober eine weitere Auflage des erfolgreichen „Oktoberfest in Kettig“, diesmal auf zwei Tage verteilt. Es gab also noch genügend Möglichkeiten, den 50. Geburtstag der Kapelle zu feiern.

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(„Oktoberfest 2007“)

 2010 verließ uns der langjährige Dirigent Marc Adams auf eigenen Wunsch. Er leitete die Rheinischen Musikfreunde seit Herbst 1982 sehr erfolgreich.

Eine schwierige Zeit brach für den Verein an. Es galt einen neuen „passenden“ Dirigenten zu finden.

Da die Dirigentensuche einige Zeit in Anspruch nahm und der Verein das Frühjahrskonzert für 2011 unter keinen Umständen absagen wollte, wurde das Konzert 2011 mit einem Projektdirigenten geplant. Hierfür fand sich glücklicherweise der heutige Diplommusiker und Dirigent Dominik Misterek, der einigen Musikern im Verein schon bekannt war. Er studierte mit uns die Musikstücke für das Konzert ein und führte uns als Dirigent bis zum Frühjahrskonzert 2011. Es zeigte sich schnell, dass er auch für die Zukunft der richtige Mann an der musikalischen Spitze des Vereins sein könnte. Er und wir hatten sehr viel Freude mit der Konzertvorbereitung 2011. Jedoch musste er uns leider wegen seines noch verbleidenden Studiums, welches er noch bis 2013 zu Ende führen musste, als künftiger Dirigent absagen.

Im Anschluss an das Konzert 2011 ergaben sich 2 weitere Probedirigate. Hieraus wurde der Diplommusiker Christian Wichers im Frühjahr 2011 unter Vertrag genommen.  Zum Jahresende 2011 ergab sich jedoch die Gelegenheit, den uns bekannten Dominik Misterek (der unserem Verein schon sehr vertraut war) als Dirigent für uns zu gewinnen. Seit Frühjahr 2012 ist er der musikalische Leiter und Dirigent unseres Vereins.

Dominik Misterek wurde am 8. Mai 1982 geboren. Er ist bereits mit 7 Jahren der Musik verfallen und spielt seit er 10 Jahre alt ist selbst die Tuba in vielen verschiedenen Orchestern und Besetzungen.  Sein Studium zum Dipl. Musiker schloss er im März 2013 mit der Note „sehr gut“ ab. Er ist ein super professioneller Dirigent, Kamerad und Freund und passt hervorragend zu den Rheinischen Musikfreunden. Seit seinem Dabeisein erlebt der Verein einen jugendlichen Aufschwung. Er motiviert alle Musiker zu ihren persönlichen Höchstleistungen. Im Verein aktiviert/reaktiviert er Kräfte für viel positive Arbeit zum Erhalt, zum Verbessern und zum Fortkommen des Vereins.

2012, wieder ein Jubiläumsjahr–55 Jahre Rheinische Musikfreunde Kettig; Es sollte gebührend gefeiert werden. Jubiläumskonzert mit Oktoberfest; Am 5. Oktober 2012 boten wir ein Jubiläumskonzert mit viel moderner, zeitgemäßer Blasmusik und am 6. Oktober feierte der Verein mit den Kettiger Bürgern und allen Freunden des Vereins ein zünftiges Oktoberfest.

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Im Jahr 2013 wurde auf das Frühjahrskonzert verzichtet und stattdessen ein Kirchenkonzert zusammen mit dem Männer-Gesang-Verein-Kettig vorbereitet. Am 30. November war es dann soweit, die Rheinischen Musikfreunde und der MGV-Kettig boten ein gemeinsames Konzert (Weihnachtskonzert) in der Kirche in Kettig. Hierzu noch eine Besonderheit: Hermann Schulz wurde für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft bei den Rheinischen Musikfreunden geehrt.

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2014